Dienstag, 18. Februar 2014

Herzbluten

Immer wieder überschwemmen mich diese Gefühle wie riesige Flutwellen.
Immer wieder entsteht ein Druck in meiner Brust, der meinen Körper zu zersprengen droht.
Immer wieder bin ich machtlos, weil meine Gedanken Besitz von mir ergreifen und mich nicht mehr los zu lassen wagen.
Immer wieder, wenn ich mit ihm im Bett liege, wenn ich seine Stimme höre, wenn ich sein Gesicht sehe, übermannt mich eine fürchterliche Angst, eine Angst, der ich nicht gewachsen bin. In meinem Kopf schreien die Gedanken und sie prallen gegen meine Schädeldecke, springen hin und her und erinnern mich mit jedem Atemzug an diese unüberwindbare Angst.

Die Angst ihn zu verlieren ist allgegenwärtig. Die Angst, dass er eines Tages weg sein würde, weg von dieser Welt, irgendwo im nirgendwo landen würde, ohne jemanden, ganz allein, verlassen.
Die Angst, dass mir jemand die Menschen, die ich zu lieben gelernt habe, entreißt, ohne, dass ich eine Chance habe etwas dagegen zu tun, ohne dass ich eine Möglichkeit habe die Mauern, hinter denen sie sich befinden, zu überwinden, um wieder bei ihnen sein zu können.
Zu der Angst die mich anschreit, kommen die Gedanken, die mir Vorwürfe machen, die unausgesprochene, geheime und unverständliche Stimme, die mir sagt, dass alles vielleicht mit mir zu tun hat. Die Stimme, die mir den Grund für das Verschwinden von Menschen gibt, ohne einen verständlichen Grund zu nennen. Die Stimme, die mir einredet, allein mit meiner Anwesenheit, mit meiner Beziehung zu Menschen, schreckliche Dinge anzurichten.

Immer wieder diese Gedanken.
Immer wieder diese Gefühle.
Immer wieder diese Verrücktheit.
Immer wieder Angst.

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