Montag, 28. April 2014

Der Druck steigt

Alte Gedanken besetzen wieder mein Hirn
Übernehmen es, als ob es ihnen gehören würde
Als ob ich überhaupt nichts zu sagen hätte.
Ich dachte ich wäre stark geworden
Aber ich merke, dass ich mich noch zu sehr dafür interessiere.
Ich merke, wie der Druck in der Brust zu steigen beginnt
Wie er mich wieder kontrollieren kann
Und wie ich ihn gleichzeitig versuche loszuwerden aber keine Möglichkeit kenne
Außer die eine, die in mein Hirn gebrannt ist
Und die so viele Menschen enttäuschen würde.

Dämonen

Angst, Hass, Ekel, Unverständnis.
Um mich herum ist alles dunkel und ich habe das Gefühl ganz allein auf der Welt zu sein, wenn M. verschwindet. Ich renne los und renne und renne und renne. Und will niemals mehr damit aufhören. Weg, einfach weg. Ich stolpere, falle hin. Wut und Alkohol sind keine gute Kombination. Ich bleibe liegen und fange an um mich zu schlagen. Mich ins nasse Gras zu krallen. Aggressionen ablassen. Den ganzen aufgestauten Druck der in mir gelauert hat.
Im Bett weiß ich nicht mehr, was mich dazu getrieben hat so zu sein. Aber die Angst ist noch da. Ich weiß nicht warum, aber ich kann die Berührungen nicht ertragen, ich will, dass ich festgehalten werde, so wie er es macht aber ich habe Angst. Ich kauere mich in das hinterste Eck des Bettes. Wie geisteskrank sitze ich da und wiege mich vor und zurück. Licht geht an. Wieder Versuche mich zu beruhigen. Irgendwann schlafe ich ein.
Am nächsten Morgen sagt M. ich hätte mich verhalten, wie von Dämonen besessen. Früher hätten sie mich einfach verbrannt. Rote Haare und Dämonen. Hexe.

Montag

Es ist 1:02. Ich weiß, dass ich schon lange schlafen sollte, weil ich morgen sonst tot müde sein werde. Aber ich will nicht schlafen. Es ist nicht so, dass ich nicht könnte, nein, ich will wirklich ganz schrecklich nicht. Vielleicht ist es, weil morgen wieder Schule ist. Ich möchte nicht dort hin. Seit ich im Bett liege und darüber nachdenke habe ich wieder diesen schrecklichen Druck auf der Brust. Das Stechen, das nicht weg geht. Es ist, als ob sich Angst und Panik langsam im ganzen Körper ausbreiten. Ich weiß, dass ich übertreibe. Aber ich kann nichts machen. Ich weiß auch, dass das kaum jemand versteht, aber ich möchte nicht wieder in den Alltagstrott verfallen. Ich möchte nicht wieder vor jeder Arbeit in Panik verfallen. Warum laufen mir jetzt Tränen über die Wangen? Warum versteh ich mich selbst nicht? Vielleicht, weil es da nichts zu verstehen gibt. Vielleicht, weil es einfach nur lächerlich ist und es einfach nichts gibt, was man verstehen könnte, weil ich mich eben nur reinsteigere. Morgen werde ich es bereuen, dass ich noch wach bin. Egal.