Montag, 23. Dezember 2013

Stairway to Heaven

Es ist ein wunderschöner warmer Sonnentag. Alle die, die kommen wollten, sind da. Sie tragen bunte Kleider, sie lachen und versuchen fröhlich zu sein. Ihre Trauer lassen sie sich kaum anmerken.
Laut spielt Lithium, manche singen sogar mit, andere sind still und denken nach, trotzdem schauen sie nicht traurig aus. Sie denken nämlich an schöne Zeiten, sie denken an alles was man erlebt hat, sie denken an all das was so toll war.
Kein Grund zum Weinen, nur ein Grund zur Freude.
Es duftet wunderbar nach frischen Blumen und grünem Gras, kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen.
Die Trauergäste Freudegäste unterhalten sich, quatschen, tratschen, tauschen sich aus.
Kein Grund zum Weinen, nur ein Grund zur Freude.

Denn das Mädchen hatte ihr Leben gelebt, sie war zufrieden so wie es war, hatte viel erlebt, ob sie nun früh oder spät gestorben war spielt keine Rolle. Ihr einziger Wunsch war es, dass niemand trauert, denn sterben ist nicht unbedingt eine schlechte Sache, wer weiß was danach kommt?

Als die Asche in die Freiheit entfliehen durfte spielte

Stairway to Heaven

There's a lady who's sure all that glitters is gold
And she's buying a stairway to heaven.
When she gets there she knows, if the stores are all closed
With a word she can get what she came for.
Ooh, ooh, and she's buying a stairway to heaven.

There's a sign on the wall but she wants to be sure
'Cause you know sometimes words have two meanings.
In a tree by the brook, there's a songbird who sings,
Sometimes all of our thoughts are misgiven.

Ooh, it makes me wonder,
Ooh, it makes me wonder.

There's a feeling I get when I look to the west,
And my spirit is crying for leaving.
In my thoughts I have seen rings of smoke through the trees,
And the voices of those who stand looking.

Ooh, it makes me wonder,
Ooh, it really makes me wonder.

And it's whispered that soon, if we all call the tune,
Then the piper will lead us to reason.
And a new day will dawn for those who stand long,
And the forests will echo with laughter.

If there's a bustle in your hedgerow, don't be alarmed now,
It's just a spring clean for the May queen.
Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There's still time to change the road you're on.
And it makes me wonder.

Your head is humming and it won't go, in case you don't know,
The piper's calling you to join him,
Dear lady, can you hear the wind blow, and did you know
Your stairway lies on the whispering wind?

And as we wind on down the road
Our shadows taller than our soul.
There walks a lady we all know
Who shines white light and wants to show
How everything still turns to gold.
And if you listen very hard
The tune will come to you at last.
When all are one and one is all
To be a rock and not to roll.

And she's buying a stairway to heaven.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Note to myself

Hab mich gerade dazu entschieden es endlich sein zu lassen.
Ab jetzt bin ich glücklich.  Immer.
Morgen werden die Schubladen geleert und die Pflaster für die Allgemeinheit frei gegeben. Die klingen fliegen in den Müll.
ENDLICH ANGEFANGEN AUFZUHÖREN

What happened?

I just thought of better times.
Times wheb you told me stuff
That I will never forget.
I thought of times when you were happy
Or at least seemed to be happy.
What happened?
I thought of times when you were laughing and joking
And telling me how happy you are.
What happened?
What happened to those days?

Montag, 16. Dezember 2013

Die Nacht der Einsamen

Lehne an meiner kalten wand. In meinen ohren dröhnt seine schreckliche dreckige wunderbare traurige verzaubernde weiche stimme und schleicht sich durch meine venen in jeden Winkel meines Körpers.
Er spricht all das aus was ich denke,  was ich fühle aber nicht wage zu sagen.
Bewege mich keinen Millimeter. Werde hier sitzen die ganze Nacht. Werde seiner stimme lauschen und mich verzaubern lassen. Werde mich von ihm in die unendliche Traurigkeit ziehen lassen. Werde nicht schlafen. Werde wach bleiben.
I'm so tired I can't sleep.
Werde nie mehr schlafen.
Die nacht ist so wunderschön dunkel und einsam.
Obwohl ich einerseits seine Stimmung so schrecklich anziehend empfinde wünsche ich mir nichts sehnlicher als dass jemand hier ist.
Jemand der mich von der stimme wegzieht.
Jemand der mich in den arm nimmt.
Der da ist.
Der mich hält.
Doch das hier ist die Nacht der einsamen.
Es wird keiner kommen.
Egal wie sehr ich es mir wünsche.

Alte Freundschaften

Hab heute nen Freund verloren.
Nicht dass er gestorben wäre oder so aber ich glaub ich hab ihn heute verloren.
Ob's meine schuld war oder doch nicht weiß ich nicht. Aber ich bin traurig. Weil er mir wichtig war. Weil wir auch schöne zeiten hatten.
Erinner mich an so viele schöne momente. Erinner mich an so viel das er mir beibrachte. Würde jetzt ein andres leben führen wenn ich ihn nicht kennen gelernt hätte.
Wollte immer da sein für ihn. Aber er hat mich immer weiter aus seinem leben heraus gestoßen. Es tut weh irgendwie. Und es tut mir leid. Aber er hat sich so sehr verändert.
Ich kann nicht weiter an ihm fest halten.
Ich muss ihn jetzt gehn lassen.
Auch wenn's weh tut.
Bye. Forever I guess.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Warum?

Um Schmerz zu fühlen.
Um Blut zu sehen.
Um runter zu kommen.
Um Stress zu vergessen.

Aus Gewohnheit.
Aus Sucht.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Cobainflower

Mad World

All around me are familiar faces
Worn out places, worn out faces
Bright and early for the daily races
Going nowhere, going nowhere.

Their tears are filling up their glasses
No expression, no expression
Hide my head I wanna drown my sorrow
No tomorrow, no tomorrow.

And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I'm dying are the best I've ever had
I find it hard to tell you,
I find it hard to take
When people run in circles it's a very, very
Mad world.

Children waiting for the day they feel good
Happy Birthday, happy birthday
And i feel the way that every child should
Sit and listen, sit and listen.

Went to school and I was very nervous
No one knew me, no one knew me.
Hello teacher tell me, what's my lesson?
Look right trough me, look right through me.

Schwäche

Dunkle,
mächtige,
unbekannte Wesen,
Monster
zerren an meinen Gedanken, 
zerren sie in die Richtung,
in die ich nicht will.
Versuche gegen sie anzukämpfen,
doch ich kleines,
machtloses,
ängstliches,
Kind
habe keine Gewalt mehr über mich selbst.
In mir schreit es,
ich kämpfe,
ohne eine Chance zu gewinnen,
die Schreie werden lauter,
schriller,
sie verzerren sich,
werden zu Kreischen.
Halte es nicht mehr lange durch.
Die Schreie ebben ab,
werden leise,
werden stumm.
Die Monster haben gewonnen,
die Dämonen sind zurück,
haben mich wieder in ihrem Bann,
aus dem es kein Entfliehen gibt.
Das kleine,
verlorene,
ängstliche 
Mädchen,
das einst so stark war,
ist wieder schwach geworden.

Vergangenes Part 16

Just curious

Ich gerate wieder ins Krübeln. Die letzen Tage waren so wundervoll. Ich hatte keine Gründe, aber ich war wirklich gut drauf wirklich. Und mit einem Satz von einem Menschen kann alles wieder vorbei sein. Eine Information zu viel und mein ganzer Optimismus fließt dahin. Ich seh ihn schwimmen, schwimmen im Fluss meiner Freude, in meiner Gutgelauntheit in allem was ich die letzen Tage hatte. Niemand darf sich dafür schuldig fühlen, außer ich. Denn der einzige Mensch der dafür etwas kann bin ich selbst.
Ich überlege es wieder zu tun, ist doch alles egal. Ich denke darüber nach was sie hinter meinem Rücken reden. Das ist ja das Schlimme. Hinter mir, nicht mit mir. Für alle ist das nur eine Sensation, eine Neuigkeit, etwas über das man wieder Tratschen kann. Wenn es alle wissen warum kümmert sich dann niemand? Hier ist die Antwort: ES IST IHNEN EGAL! EGAL EGAL EGAL. Ich hör die Worte in mir, sie werden lauter und lauter. BIN IHNEN EGAL. BIN NICHTS. BIN NIEMAND. Ich sollte mich nicht drum kümmern was sie denken, was sie sagen, heimlich, doch ich tus, denn es zeigt mir wie mich Leute wirklich sehen, was Leute wirklich für mich empfinden, was sie über mich denken.
Ist doch alles egal, hat doch sowieso alles keinen Sinn. Warum streng ich mich überhaupt an, warum geb ich nicht einfach nach? 

Vergangenes Part 15

Note 1

JA SCHEISSE DANN SCHREIBT MIR HALT NIEMAND MEHR WAS ERWART ICH AUCH WAS BIN ICH DENN SO DOOF ZU ALLEN VERDIEN JA GAR NIX ANDRES

Vergangenes Part 14

Du kannst nie wissen, wann du eine Person das letzte Mal siehst.

Jeder sollte sich das zu Herzen nehmen.
Ich weiß noch so genau, wie ich mit meiner Mutter und meinem Bruder den Berg vor unserem Haus hinunter gefahren bin. Ich weiß wie der schwarze Audi an uns vorbei fuhr und meine Mutter und mein Bruder winkten. Ich glaub ich hab nicht gewunken. Hab ihn zwar wahrgenommen, aber eigentlich hat es mich eher genervt, ihn zu sehen. Ich kann nicht sagen warum. Meine Gefühle für ihn sind mittlerweile so anders.
Heute ist mir klar, dass das das letzte Mal war an dem ich ihn sehen konnte. Das letzte Mal als er lebendig vor mir war. Mir ist klar, dass ich ihn nie wieder sehen werde und dass ich wünschte ich hätte ihm gewunken und ihm zugelächelt.
Also lächle jedem zu den du siehst, sei lieber netter zu den Menschen, auch wenn zur Zeit was zwischen euch steht. Geht nie im Streit auseinander. NIE. NIE. NIE. Verzeih lieber einmal zu viel und sei lieber weniger egoistisch. Vergesse dein Stolz, denn es kann immer sein, dass du diese Person, nie wieder sehen wirst.

Vergangenes Part 13

Stille

Tränen kullern mir über meine kalten roten Wangen. Mein Körper zittert. Tief in mir ganz tief drinnen ist etwas was mich zum weinen bringt. Ich kann es nicht beschreiben nicht fühlen und nicht sehen. Vielleicht ist die Schlucht in der is sich befindet zu tief. Oder vielleicht bin ich die Schlucht noch nicht tief genug hinunter geklettert.
Aus den Tiefen kommen schluchzer die nicht an die Oberfläche gelangen dürfen.  Ich muss leise sein ganz ganz leise.
Deswegen rollen nur weiter die Tränen. Die stummen nassen tropfen, immer wieder die backen herab während es in mir tobt und schreit. Doch es ist nur die stille wahrzunehmen.  Die gewöhnliche angenehme Stille die nachts in den Häusern der Menschen ruht.

Vergangenes Part 12

Kein Recht

Ich habe Angst. Was wenn ich einer von ihnen bin?
Ich bin verwirrt. Was wenn ich einer von denen bin, die ich so verabscheue, so hasse.
Ich sollte mich schämen. Meine Kratzer zählen nicht als Schnitte. Woher weiß ich ob ich das nur für Aufmerksamkeit mache? Würden sie nicht tiefer sein wenn es anders wäre?
Die wenigen Schnitte zählen doch gar nicht. Es ist lächerlich.
Mein ganzer Körper zittert während ich das hier schreibe.
Ich hab so Angst so fürchterliche Angst zu ihnen zu gehören. Ich möchte nicht depressiv sein, nein, aber gleichzeitig zieht mich diese Traurigkeit so an. Woher weiß ich auf welcher Seite ich stehe? Ich möchte niemand sein der das alles nur für Aufmerksamkeit tut.
Warum finde ich meine Narben manchmal schön? Sie sind doch so schrecklich. Warum mach ich es? Ich habe doch keine Gründe. Ich habe keine Gründe es zu tun. Ich sollte mich schämen.
Ich spüre wie sich meine Augen mit Wasser füllen.
So oft bin ich glücklich und dann fühl ich mich schlecht, weil ich doch eigentlich nicht glücklich sein darf, weil ich doch eigentlich auch traurig sein will und gleichzeitig auch nicht. Ich bin so verwirrt. Ich verstehe mich nicht.
Mein Leben ist so schön. Meine Eltern lieben mich. Ich hab Freunde, obwohl ich das Gefühl habe sie zu verlieren. Ich habe kein Recht darauf meine Haut auf zuschlitzen. Ich sollte mich schämen. Ich bin so dumm. 
So viele haben so viel schlimmes erlebt und ich nicht. Wahrscheinlich
bin ich eins dieser dummen Mädchen, die das alles nur tun weil sie denken sie sind dann interessanter.
Warum weiß ich nicht was ich bin? 
Woher weiß ich es denn? Wie finde ich heraus wozu ich gehöre? Ich hab so Angst.
Ich würde mich selbst nicht als depressiv bezeichnen, nein. Was wenn ich nur eines dieser Mädchen in der Pubertät bin?
Woher weiß man denn was man ist?
Ich habe kein Recht es zu tun und trotzdem tu ich es. Manchmal zwinge ich mich dazu und manchmal brauche ich es so sehr. Aber ich tu es so selten. Viel zu selten, ich sollte mich schämen. Sie sind nicht tief genug, nicht tief genug. Ich bin so dumm.
Wieso zwinge ich mich? WARUM? WARUM?
Manchmal tut es gut, stimmt. Druck ablassen. Ablenken. Danach fühl ich mich besser. Aber manchmal fühl ich mich davor schon gut und tus trotzdem. Warum? Ich bin so dumm.
Ich hab kein Recht. Keine Gründe, kleines dummes Mädchen.

Vergangenes Part 11

You know you’re right

Wieder sitze ich einfach nur da, wie so oft.
Gedanken kreisen in mir doch dann wieder kommt es mir so vor als würde ich an gar nichts denken.
Im Hintergrund höre ich meinen Bruder. Mir ist kalt. Ich hab so viel zu tun aber anstatt irgendetwas zu machen sitze ich einfach nur hier und höre in mich hinein. Immer und immer wieder gehe ich das Gespräch durch das mir bevorsteht und wovor ich so viel Angst habe, obwohl ich mir gleichzeitig nichts sehnlicher wünsche als es endlich zu führen.
Ich kenne schon jedes Detail auswendig, weiß genau wie ich was sagen werde, doch trotzdem vergesse ich jedesmal etwas, was mir dann später einfällt und jedesmal wird aus der ersten Version eine andere. Ich habe Angst vor der Reaktion meines Gesprächpartners. Gleichgültigkeit wäre wohl genauso schlimm wie Überreaktion. Ich kann ihn nicht einschätzen, weiß nicht wie er reagieren wird und das treibt mich in den Wahnsinn. Dabei tu ich es ja freiwillig, er müsste gar nichts davon wissen. Was ist wenn er anfängt zu lachen, weil es doch alles so lächerlich ist. Weil ich so lächerlich bin. Weil ich aus jeder Kleinigkeit einen Elefanten machen muss, ohne es zu wollen.
Ich sehe die Songtexte die an der einen Seite meiner Wand hängen. You know you’re right sticht mir ins Auge und verzaubert mich. Ich höre das Lied in mir drin, auch wenn keine Musik spielt. Durch die ganze Aufregung in mir, fängt mein Herz an zu pochen. Das vibrierende Handy reißt mich zurück in das Jetzt. In das Hier. Dort wo ich nicht sein möchte.

Vergangenes Part 10

Kraftlos

Ich fühle mich als wäre eine Erkältung unterwegs.  Schlapp, müde, meine Knochen schmerzen.  Ich hab keine Lust irgendetwas zu tun, ich seh auch keinen Sinn hinter den Dingen, die ich tun sollte.
Alles bringt mich zum weinen. Warum? Es gibt doch keinen Grund.

Vergangenes Part 9

Wollknäuel
Ein Wollknäuel wird aufgewickelt, beide Enden in die hand genommen und alles wird solange miteinander verknotet bis man kein Anfang und kein Ende mehr finden kann. Ein riesen großes Wirrwarr.

Sowas ist in meinem Kopf. Es ist so ein riesen Wirrwarr und man muss es sich am besten so vorstellen, dass die Wolle in einem finsteren Raum entwirrt werden soll.
Genau so ist es.
Gedanken kreisen in mir doch ich finde mich nicht zurecht. Ich finde gar nichts in dieser unendlichen Dunkelheit.

Vergangenes Part 8

Warmer Regen

Große dicke warme Tropfen fallen auf meinen Körper. Ich sitze einfach nur da mit angezogenen Beine. Ich kauer mich zusammen und schließe die Augen. Der warme Regen umhüllt meinen ganzen Körper, es gibt keine trockene Stelle an mir. Ich sitze da und genieße es. Es fühlt sich so schön an. Ich entkrampfe langsam und denke an nichts. Wirklich an nichts. Alle Sorgen und Probleme sind für einen kurzen Augenblick vergessen. Es gibt nur mich und das warme Wasser.
Wie lang brauchst du da drin noch? Ich schrecke zusammen, reiße die Augen auf. LANGE brülle ich zurück. Die Person verschwindet. Ich will meine Augen wieder schließen doch der Moment ist zerstört.
Ich stehe auf und drehe den Wasserhahn der Dusche zu.

Vergangenes Part 7

Verwandlung

Es verbreitet einen wunderbaren Duft und lässt den Körper strahlen. Wenn es sich über all die Hügel windet, fließt es in weißen schäumenden wunderschönen Strömen den Körper hinunter. 
Doch wenn es an die selbstgebauten Täler kommt, verwandelt sich der weiße Strom in einen roten, reißenden, hässlichen Strom und salzige Tropfen vermischen sich mit dem restlichen süßen Wasser.

Vergangenes Part 6

Rot

Die Hüften ummantelt mit der blutroten Wirklichkeit.

Es wird tiefer.

Vergangenes Part 5

Für immer

Stickiger Kunstraum. Warm. Zu warm. Es ist einer der ersten warmen Tage im Jahr. Montag. Ja, es ist ein Montag im April.
Ich mag den Kunstraum nicht. Es stinkt nach alten Farben und die Hocker sind so schrecklich unbequem. Mein Rücken schmerzt. Ich möchte nach Hause.
Mein Handy vibriert. Ich schaue nach von wem die Nachricht ist. Sie ist von dir. Ein angenehm warmes Gefühl durchläuft meinen Körper, breitet sich aus bis es überall ist. Mein Herz hüpft. Ja sollst du, ja du sollst mich abholen, Liebster. Kann kaum erwarten bis die Stunde zu ende ist. Laufe aus dem Klassenzimmer, es fühlt sich an als würde ich schweben, als wäre ich so viel freier als alle anderen. Dein schwarzer Audi fährt vor. Die Reifen quietschen und du ziehst alle Aufmerksamkeit auf dich. Fast ist es mir etwas peinlich aber gleichzeitig bin ich so unendlich stolz dich zu haben. Ich steige ein. Unsere Lippen berühren sich und ich werde noch glücklicher.
Du fragst mich ob wir schwimmen gehen sollen. JA schreit es in mir JA JA JA. Ich sage, nein muss noch Französich lernen. Du überredest mich doch mit zukommen. Zum Glück hast du das getan. Es war das einzige Mal an dem wir zusammen schwimmen waren und wir werden nie wieder eine Chance bekommen es zu tun.
Ich steige aus renne die Treppen nach oben packe meine Sachen und renne wieder hinunter. Ich nehme mehrere Stufen auf einmal. Ich fliege. Schnell wieder ins Auto. Mit offenen Fenstern und guter Musik Richtung See. Es fühlt sich so toll an den Wind auf der Haut zu spüren. Du fährst schnell und mir gefällt das.
Am See angekommen schlüpfen wir aus unseren Klamotten und springen in den See. Das Wasser zieht meine Haut zusammen. Es ist kein angenehmes Gefühl, fast bekomme ich Panik. Meine Haut schmerzt und es zieht sich durch den ganzen Körper. Langsam hört der Schmerz auf und es wird angenehmer.
Du und ich, wir. Ein wunderschöner Tag am See.
Ich wache auf, eine stickige Luft in meinem Zimmer. Es ist warm. Zu warm. Alles was ich im Schlaf verdrängen konnte kommt wieder hoch. Ich schlüpfe in meine schwarze Jeans, die du so mochtest und in mein weißes Shirt was ich mir vor kurzem gekauft habe, ein Shirt, das du nie kennen lernen wirst. 
Ich möchte nicht nach unten. Unten muss ich reden. Ich will nicht reden, mit niemandem, außer mit dir.
Ich schaue aus dem Fenster, es ist kein schöner Tag, vielleicht wird es sogar regnen. Ich sehe deine Familie in schwarzer Kleidung den Berg hinunter gehen.
Es wird Zeit.
Als wir kommen sind schon viele da. Als deine Mutter mich umarmt muss ich fast weinen, mein Mädchen sagt sie, mein Mädchen.
Ich setzte mich auf einen der noch freien Stühle. Er ist hart und unbequem. Ich möchte hier nicht sein. Ein beklemmendes Gefühl mach sich in meiner Brust breit. Es soll weg gehen. Dann fällt mir das weiße große Erschreckende in der Mitte des Saales auf. Ich möchte schreien, es steigen Worte in meine Kehle doch mein Mund bewegt sich nicht. In meinem Kopf schreit es und es hört nicht auf. Fast fange ich an hysterisch zu weinen. 
Ich kann mich heute nicht mehr an alle Details erinnern, aber ich weiß, dass irgendwann ein Lied gespielt hat und wir alle standen, ich weiß, dass ich weinen musste, ich weiß, dass dein bester Freund eine Rede hielt und das seine Stimme fast versagte, obwohl er so stark war. Ich weiß wie wir raus liefen und alle weinten und es so schrecklich war. Ich weiß, dass deine Mutter schrie als du von uns gingst. 

Du sollst wissen, dass du immer in meinem Herzen bleiben wirst. Und das ich so schöne Erinnerungen mit dir habe, wie der Tag am See, die ich nie vergessen werde. Du sollst auch wissen, dass die Zeit mit dir eine meiner schönsten war, danach ging es bergab. Du sollst wissen, dass ich wirklich glücklich war und dass ich froh war, dass du mein erster Freund warst.
Ich werde dich nie vergessen, der Teil der in meinem Herzen für dich reserviert ist, bleibt immer da. Du bleibst immer bei mir.

Vergangenes Part 4

Nicht fair

Ich spüre die Wut in mir aufsteigen. Sie bäumt sich vor mir auf wie eine Welle bevor sie ins Meer bricht. Wie kann man nur so sein? Warum sind manche Sachen so unfair und manche Menschen so dumm? Warum kann ich nicht helfen? Warum kann niemand helfen? Warum tut sie ihr das an? Wo ist die Logik? Ich möchte verstehen, ich möchte verstehen können wie ein Mensch so sein kann. Ich möchte ihre Gedanken lesen können.
Mein Herz pocht. Es wird schneller und schneller, fast überschlägt es sich. Meine Finger rasen über die Tastatur. Immer schneller und schneller. UNFAIRE WELT. Schreit es in mir. UNFAIRE MENSCHEN. Was macht das für einen Sinn? Ich werde zappelig kann nicht mehr an mich halten, will sie anschreien. WAAARUM?! Ich möchte ihr das Gleiche antun, das sie ihr antut. Ich suche nach einer Lösung, doch es ist wie in einem Labyrinth in dem man den Ausweg nicht findet und immer wieder gegen eine Wand rennt.
Den Kopf nehmen und gegen die Wand donnern. Es tut mir leid Liebes, wenn ich so rede, aber es ist so gemein. Warum? Ich möchte dir doch helfen. Das ist nicht fair.

Vergangenes Part 3

Nachts am Bahnhof



Es ist so kalt. Das Mädchen sitzt auf einer Bank. Neben ihr 2 Jungs. Sie unterhalten sich und hören Musik. Sie spürt die Musik im ganzen Körper denn die kalte graue metallene Bank auf welcher sie sitzt vibriert von der Musik die aus dem tragbaren Lautsprecher tönt.
Die Nacht ist so kalt. Ihre Lungen füllen sich mit der klaren kalten Luft.  Sie spürt sie im ganzen Körper.  Beim Atmen sieht es aus als würden alle rauchen. Das Mädchen ist fasziniert von diesem Anblick.  Es zieht rauch in ihre Nase.  Einer der Jungs raucht. Warum gefällt ihr der Geruch? Sie kann ihn auf der Zunge schmecken.
Die Jungs unterhalten sich weiter.  Sie genießt den Augenblick weil er auf irgendeine Weise bezaubernd ist.

Vergangenes Part 2

Max


Musik und Kerze bekommen meine ganze Aufmerksamkeit. Die Kerze flackert so wunderschön und hält mich in ihrem Bann. Es bildet sich immer mehr grünes Wachs. Im Hintergrund läuft leise ein Lied. Die weiche Stimme des Sängers verzaubert und übertönt die Traurigkeit des Liedes. Es bedeutet mir so viel dieses Lied. Ich achte wieder mehr auf den Text und es sammeln sich Tränen in meinen Augen, die langsam die Backen herunter rollen. Ich schmecke Salz auf meinen Lippen. Ich fange an stärker zu weinen und Schluchzer kommen aus meiner Kehle. Ich frage mich Warum? Warum das alles? “Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet” Ich erinnere mich so an dein wunderschön warmes lautes Hallo wenn du zur Tür hereingestürmt bist. Nie wieder werde ich es hören können. Nie wieder werden wir es hören können. Oft kann ich es nicht glauben. Oft weiß ich es gar nicht. Es ist einfach nicht wahr. Es ist einfach nie passiert. Das Lied hat gewechselt. Es handelt von der Stille. Vom Vergessen und nicht Vergessen-Können. Die Kerze bemerke ich mittlerweile fast nicht mehr. Die Dunkelheit um mich herum hat mich gefangen. Dunkelheit ist so schön.

Vergangenes Part 1

Drang
Die dröhnende Musik in meinen Ohren tut mir gut. Ich möchte sie noch lauter stellen aber das geht nicht. Mein Handy leuchtet auf doch ich möchte nicht antworten, weil ich weiß wer es ist oder besser gesagt wer es nicht ist. Die Musik sollte lauter sein. An meiner Hüfte kann ich das Pflaster spüren. Ich habe den Drang es wieder zu spüren, dieser Schmerz der durch den ganzen Körper strömt und aufhört sobald es blutet. Wenn das Blut fließt strömt Befriedigung durch den ganzen Körper. Sobald man das rote Etwas von der Haut tropfen sieht fühlt man sich so gut. Wenn die Haut durchtrennt ist und es blutet kann man immer tiefer gehen. Jetzt sitze ich hier nur kurze Zeit danach. Noch nie spürte ich den Drang es sofort wieder zu tun so sehr wie gerade in diesem Moment. Ich tat es ohne Grund. Heute war ein schöner Tag, aber ich fühlte ich musste es tun, ich wollte es so. Und jetzt will ich es wieder.


Montag, 9. Dezember 2013

SCHLAMPE

NAIV

DUMM

UNFÄHIG

VERLETZEND

BÖSE

HURE

GEMEIN

SCHEISSE

SCHULDIG

SELBSTMITLEID

EKELHAFT

Montag, 2. Dezember 2013

Über Wahrheit und Lüge


Meine mühsam zusammengesponnenen Lügen zerplatzen wie Seifenblasen vor meinen Augen. 
Jede einzelne wird von einer großen spitzen metallenen Nadel zerstochen, wenn sie eine neue Lüge aufdeckt. Jedesmal fühlt es sich so an, als würden die Nadeln nicht nur die Lügen zerstoßen sondern genauso gewaltvoll in meine Haut eindringen. Jede einzelne aufgedeckte Lüge tut so höllisch weh.
Meine kleine feine Lügenwelt verschwindet vor meinen Augen und ich wache in der bösen großen Welt auf, in der ich mich so fremd fühle. In dieser Welt, die ich so gerne zu verdrängen versuchte, darf ich mich nun nicht mehr mit meine Lügen über den Tag retten. Ich muss immer die Wahrheit sagen, weil ich es so versprochen habe. Schon nach wenigen Stunden in dieser neuen alten ekelhaften kalten Welt fühle ich mich schwach, mein Körper schmerzt und ich möchte nur in einen ewigen Schlaf fallen.
Ich glaube nicht daran, lange in dieser Welt ausharren zu können.
Doch ich versprach es.
Und ich werde es versuchen zu halten, auch wenn ich daran zu Grunde gehe.

Sonntag, 1. Dezember 2013

2013 Kapitel 12




-"In Büchern gibt's im letzen Kapitel immer ein Happy End. 
Wird's das noch geben?"

-"Nein.
Das Leben ist kein Buch."