Dienstag, 10. Dezember 2013

Vergangenes Part 11

You know you’re right

Wieder sitze ich einfach nur da, wie so oft.
Gedanken kreisen in mir doch dann wieder kommt es mir so vor als würde ich an gar nichts denken.
Im Hintergrund höre ich meinen Bruder. Mir ist kalt. Ich hab so viel zu tun aber anstatt irgendetwas zu machen sitze ich einfach nur hier und höre in mich hinein. Immer und immer wieder gehe ich das Gespräch durch das mir bevorsteht und wovor ich so viel Angst habe, obwohl ich mir gleichzeitig nichts sehnlicher wünsche als es endlich zu führen.
Ich kenne schon jedes Detail auswendig, weiß genau wie ich was sagen werde, doch trotzdem vergesse ich jedesmal etwas, was mir dann später einfällt und jedesmal wird aus der ersten Version eine andere. Ich habe Angst vor der Reaktion meines Gesprächpartners. Gleichgültigkeit wäre wohl genauso schlimm wie Überreaktion. Ich kann ihn nicht einschätzen, weiß nicht wie er reagieren wird und das treibt mich in den Wahnsinn. Dabei tu ich es ja freiwillig, er müsste gar nichts davon wissen. Was ist wenn er anfängt zu lachen, weil es doch alles so lächerlich ist. Weil ich so lächerlich bin. Weil ich aus jeder Kleinigkeit einen Elefanten machen muss, ohne es zu wollen.
Ich sehe die Songtexte die an der einen Seite meiner Wand hängen. You know you’re right sticht mir ins Auge und verzaubert mich. Ich höre das Lied in mir drin, auch wenn keine Musik spielt. Durch die ganze Aufregung in mir, fängt mein Herz an zu pochen. Das vibrierende Handy reißt mich zurück in das Jetzt. In das Hier. Dort wo ich nicht sein möchte.

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